Erz & Licht




In Vorbereitung,
fertig konstruiert ist auch schon der reitende Oberberg-hauptmann in ´Full Dress´.

Buckelbergwerk, Dioramen und 3D-Druck
Ein Buckelbergwerk - welch eine Faszination.
Schon als Kind stand ich mit meinem Vater vor den "Funktionierenden Kästen". wo sich Männlein bewegten und Loren hin und her fuhren.
Ein Buckelbergwerk ist ein tragbarer schrankartiger Schaukasten, der die Darstellung eines Bergwerkes zum Inhalt hat und vom Schausteller auf dem Rücken (Buckel) transportiert wird.
Die eingebauten Modelle zeigen eine realitätsnahe und überwiegend detailreiche Schnittdarstellung durch einen Grubenbetrieb. Meist sind die diversen Einbauten wie beispielsweise die Bergmännische Kunst und die Bergleute an ihren Arbeitsplätzen beweglich und werden über eine Handkurbel oder eine Maschine angetrieben.
Nach meiner Berentung, im Jahr 2012, entstanden erste Ideen für den Bau eines Buckelbergwerks.
Eigentlich wollte ich das Buckelbergwerk in herkömmlicher, erzgebirgischer Tradition, also aus Holz, bauen. Diverse Fähigkeiten hatte ich mir schon angeeignet. Auch das Schnitzen ging einigermaßen von der Hand. Ich merkte aber schon bald. dass ich schnell an meine Grenzen gelangte.
Irgendwann sah mir der Sohn meiner Lebensgefährtin, ein bekannter Physiker, über die Schulter und sagte:
"Warum machst Du das Ganze nicht im 3D-Druck?"
Das war der Punkt. Hier kam Technik ins Spiel - genau mein Ding!!
Ein 3D-Drucker war schnell beschafft. Die ersten Versuche waren grauenvoll. Geduld war gefragt. Lernen, Lernen und nochmal lernen! Mit 70 Jahren habe ich TinkerCAD und dann noch Fusion 360 gelernt, um eigene Modelle zu kreieren zu können.


Die Skizze zeigt einen meiner ersten Entwürfe für ein Buckelbergwerk.
In diesem Bild sehen Sie ein
Buckelbergwerk
meines, leider viel zu früh, verstorbenen Freundes Jonas Schmidt aus Schönfeld bei Annaberg-Buchholz, hergestellt in herkömmlicher Schnitz- und Drechseltechnik.
Foto: Stefan Groß
Eckdaten für mein geplantes Buckelbergwerk:
Geplante Größe: 600 x 1000 x 400 mm
Übertage: Pochwerk mit Bergschmiede Glockenturm und Einfahrtsschacht
Untertage: Einfahrt- und Pumpenschacht
1. Sohle: Bergwerkskirche mit Mettenschicht
2. Sohle: Abbau vor Ort
3. Sohle: Sprengkammer mit Bergzimmerei
4. Sohle: Grundwassersee in einer Grotte
daneben: Hauptmundloch des Rothschön- berger Stollns mit zu öffnendem Tor, Stollnnachbildung und Revisionsfahrt (Kahn mit Bergleuten)
bewegte Wasserräder- und Bergbaugeräte; bewegte Bergleute; viele Sound- und Lichteffekte, Rauchgeneratoren für die Bergschmiede
Dioramenbau und Figuren im Maßstab 1:10

Derzeit verfüge ich über zwei FDM-3D-Drucker von Anycubic: eine Kobra 3 max Combo und einen Kobra S1. Vorerst habe ich meinen Schwerpunkt auf größere Figuren im Maßstab 1:10 gelegt.
Die Herstellung kleiner Figuren im Maßstab 1:22,5 (LGB-Gartenbahnmaßstab; das wird auch der Maßstab des Buckelbergwerks) ist bis zum Erwerb eines Harz-3D-Druckers erst einmal verschoben. Im Laufe der Zeit habe ich trotzdem gelernt, wie sich Filamentdrucker beim Druck von Figuren verhalten und habe erst einmal M 1:10 Figuren für Dioramen gebaut.
Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Holzfilament gemacht. Das Geeetech-PLA-Holzfilament lieferte bei halbierter Druckgeschwindigkeit brauchbare Ergebnisse. Später machte mich ein Freund auf Sunlu PVB (Polyvinyl Butyral) aufmerksam. Dieses Filament eignet sich für den Figurendruck hervorragend, denn es erzeugt eine glatte, keramisch wirkende Oberfläche, bei der nach dem Druck die einzelnen Schichten kaum noch zu erkennen sind.
Zusätzlich lässt sich die Oberfläche nach dem Druck durch Besprühen mit 99-prozentigem Isopropanol glätten. Dieser Vorgang kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden, bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Je stärker geglättet wird, desto mehr feine Oberflächendetails können verloren gehen.
Alternativ kann man auch ein sogenanntes ´Bad´ verwenden. Dabei wird der Druck auf einem erhöhten Stand in ein verschließbares Gefäß gestellt, in das etwas Isopropanol gegeben wird. Anschließend verschließt man das Gefäß und wartet ab. Nach einiger Zeit glättet sich die Oberfläche fast von selbst. Auch hier sollte jeder durch mehrere Versuche eigene Erfahrungen sammeln. Ich persönlich habe mich für die Methode des Besprühens entschieden.
An dieser Stelle soll noch einmal mein Dankeschön an ANYCUNIC Technology Shenzhen Co. Ldt. ergehen, für den bereitgestellten Kobra 3 max.
Neuerdings ist Ein Elegoo Saturn 4 Ultra dazu gekommen, wo im Resinbereich viel mehr Detailtreue erreicht werden kann.

Auf diesem Bild sehen wir einen Obersteiger (li), einen Oberberghauptmann (re) mit Hund. Diese Figuren wurden mit Geeetch PLA wood gedruckt. Wenn man genau hinsieht kann man die gedruckten Schichten erkennen.
Hier sehen wir die gleichen Figuren im Maßstab 1:10 gedruckt mit Sunlu PVB. Die marmorähnliche Oberfläche ist sichtbar glatter, verliert aber leicht an Details.
200 -230 °C
50 - 60°C
99%-iges Isopropanol
Acryl Sprühprinter
3D - Modelle zweier bergmännischer Würdenträger
aus dem Jahr 1785 im Vergleich:

Links oben zeigt sich der Oberberghauptmann, in seiner Paradeuniform ("Full Dress"), als geplante 3D Figur. Die Grundfigur wurde mehrfach fotografiert, in Fusion 360 konstruiert und mit Meshy AI vervollständigt. Das mit Resin gedruckte Modell rechts zeigt das fertig bemalte Modell vor einem alten Schacht in einer fiktiven Erzgebirgslandschaft, zusammen mit seinem Hund, einem Weimaraner. Die Hunderasse war seinerzeit nur höheren Beamten, Grafen und Fürsten vorbehalten. Die beiden Modelle wurden von einer Künstlerin aus dem benachbartem Pöhla bemalt.
Dieses ist das zweite Modell eines höheren Bergbeamten, der Obersteiger , diesmal nicht in Paradeuniform, sondern in seinem ledernen Arbeitshabit.
Den Sextanten bekommt er später ich sene rechte Hand, in der Linken hält er den Lageplan der örtlichen Grube. Das Modell ist fertig in Resin gedruckt und ist zur Zeit in der Bemalung.
Ein Habit eines Bergmanns ist die traditionelle Fest- und Trachtenkleidung der Bergleute, auch Bergmannshabit oder Berghabit genannt. Es unterscheidet sich je nach Region und bergmännischer Funktion; im Unterschied zur früheren Arbeitskleidung wurde es vor allem für Bergaufzügen, Feiern und zu repräsentative Anlässe getragen.
Typische Merkmale sind schwarze oder goldene Uniformteile, bergmännische Symbole wie Schlägel und Eisen sowie je nach Ort weitere Bestandteile wie Hut, Pelerine oder Arschleder. In manchen Regionen war das Habit historisch aus der Arbeitskleidung der Bergleute entwickelt und später zur Parade- und Festtagstracht geworden.
In dieser 3D-Darstellung sehen wir einen Häuer aus der gleichen Zeit, Zum Kopfschutz trugen die Häuer oft eine einfache Haube, Auf Grund der Hitze unter Tage waren sie oft spärlich bekleidet. Oftmals waren sie auch barfuss.
Rechts sehen wir das gleiche Modell des Häuers im bemalten Zustand.




Der zweite Häuer ist grad am Entstehen. Das zweite Modell eines Häuers ist bereits in Resin gedruckt und wartet jetzt auf sein Bemalung.
Bergmännische Ausrüstung, Geräte und Maschinen

1. Die Bergschmiede (Übertage):
Auf meinem Buckelbergwerk soll über Tage der "Frohnauer Hammer", die bekannte Bergschmiede und Pochwerk, seit 1910 Museum für bergbauliche Tradition bei Annaberg-Buchholz, im sächsischen Erzgebirge dargestellt, werden.

In einer Bergschmiede wurden vor allem alle metallischen Arbeiten für den Bergbau verrichtet, besonders die Herstellung, Reparatur und das Schärfen von Grubengeräten. Dazu gehörten vor allem das Ausschmieden, Härten und Schärfen des Gezähes, also etwa von Bergeisen, Keilen und Fäusteln.
Außerdem wurden dort oft auch andere Metallarbeiten erledigt, zum Beispiel die Überarbeitung oder Herstellung von Maschinenteilen und die Reparatur von bergmännischem Werkzeug. Größere Bergwerke hatten dafür oft eigene Bergschmieden, kleinere gaben solche Arbeiten teils an fremde Schmieden oder Hufschmieden ab.
Kurz gesagt: Die Bergschmiede war die Werkstatt, die dafür sorgte, dass das Bergwerk immer funktionsfähiges Werkzeug und brauchbare Metallteile hatte

Drohnenfotos auf dieser Seite: Günter Kühn; Schwarzenberg
Der Frohnauer Hammer aus der Luft:
Hier sehen wir die Gesamtanlage des Frohnauer Hammers. Das Hammerherrenhaus ist mit reichem Fachwerk versehen. Der Flachbau im Mittelgrund ist das Ausstellungsgebäude
Auf diesem Foto werfen wir einen ersten Blick in das Hammerwerk. Rechts sehen wir ein Lager der gewaltigen Nockenwelle, welche die drei riesigen Schwanzhämmer antreibt. Mittig sind die drei großen Aufsteller für die Zwischenwelle der drei Hämmer angeordnet. Auf der linken Bildseite sind die drei Schwanzhämmer zu sehen.
Die Webseite wird, je nach Fortschritt der Arbeiten am Buckelbergwerk
oder im Dioramenbau, ständig erweitert und HIER veröffentlicht!

Der Frohnauer Hammer aus der Luft:
In dem Gebäude mit dem rot umrandeten Dach ist das eigentliche Hammerwerk untergebracht. Unter der Wasserrinne befiden sich die beiden Wasserräder, welche durch ein Gestänge von innen und Fallklappen angetrieben werden.

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Buckelbergwerk, Dioramen und 3D-Druck
Ein Buckelbergwerk - welch eine Faszination.
Schon als Kind stand ich mit meinem Vater vor den "Funktionierenden Kästen". wo sich Männlein bewegten und Loren hin und her fuhren.
Nach meiner Berentung im Jahr 2012, als Erwerbsminderungsrentner, entstanden erste Ideen für den Bau eines Buckelbergwerks.
Eigentlich wollte ich das Buckelbergwerk in herkömmlicher, erzgebirgischer Tradition, also aus Holz, bauen. Diverse Fähigkeiten hatte ich mit schon angeeignet. Auch das Schnitzen ging einigermaßen von der Hand. Ich merkte aber schon bald. dass ich schnell an meine Grenzen gelangte.
Irgendwann sah mir der Sohn meiner Lebensgefährtin, ein bekannter Physiker, über die Schulter und sagte: "Warum machst Du Ganze nicht im 3D-Druck?"
Das war der Punkt. Hier kam Technik ins Spiel - genau mein Ding!!
Ein 3D-Drucker war schnell beschafft. Die ersten Versuche waren grauenvoll. Geduld war gefragt. Lernen, Lernen und nochmal lernen!
Mit 70 Jahren habe ich TinkerCAD und dann noch Fusion 360 gelernt, um eigene Modelle zu kreieren zu können.
Die Webseite wird, je nach Fortschritt der Arbeiten am Buckelbergwerk oder im Dioramenbau, ständig erweitert und hier veröffentlicht!

Bild KI-generiert

Die Skizze zeigt einen meiner ersten Entwürfe für ein Buckelbergwerk.
Ein Buckelbergwerk ist ein lebendiges 3D-Modell, das den Bergbau in einem Schaukasten detailgetreu nachbildet. Bei den alten Berginvaliden kamen dafür oft kleinere, flache Wandschränke zum Einsatz, die auf dem Buckel (Rücken) getragen werden konnten. Daher auch den Name. Durch mechanische Antriebe bewegen sich Figuren und Maschinen. Sie machen die Arbeit unter Tage anschaulich erlebbar.
In diesem Bild sehen Sie ein
Buckelbergwerk
meines, leider viel zu früh, verstorbenen Freundes Jonas Schmidt aus Schönfeld bei Annaberg-Buchholz
Eckdaten für mein geplantes Buckelbergwerk:
Geplante Größe: 600 x 1000 x 400 mm
Übertage: Pochwerk mit Bergschmiede Glockenturm und Einfahrtsschacht
Untertage: Einfahrt- und Pumpenschacht
1. Sohle: Bergwerkskirche mit Mettenschicht
2. Sohle: Abbau vor Ort
3. Sohle: Sprengkammer mit Bergzimmerei
4. Sohle: Grundwassersee in einer Grotte
daneben: Hauptmundloch des Rothschönberger Stollns mit zu öffnendem Tor, Stollnnachbildung und Revisionsfahrt (Kahn mit Bergleuten)
bewegte Wasserräder- und Bergbaugeräte; bewegte Bergleute; viele Sound- und Lichteffekte, Rauchgeneratoren für die Bergschmiede
Dioramenbau im Maßstab 1:10

Da ich derzeit nur über zwei Anycubic FDM-3D-Drucker verfüge, (eine Kobra 3 max Combo und einen Kobra S1) habe ich meinen Schwerpunkt zunächst auf größere Figuren im Maßstab 1:10 gelegt.
Die Herstellung kleiner Figuren im Maßstab 1:22,5 (LGB-Gartenbahnmaßstab; das wird auch der Maßstab des Buckelbergwerks) ist bis zum Erwerb eines Harz-3D-Druckers erst einmal verschoben. Im Laufe der Zeit habe ich trotzdem gelernt, wie sich Filamentdrucker beim Druck von Figuren verhalten und habe erst einmal M 1:10 Figuren für Dioramen gebaut.
Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Holzfilament gemacht. Das Geeetech-PLA-Holzfilament lieferte bei halbierter Druckgeschwindigkeit brauchbare Ergebnisse. Später machte mich ein Freund auf Sunlu PVB (Polyvinyl Butyral) aufmerksam. Dieses Filament eignet sich für den Figurendruck hervorragend, denn es erzeugt eine glatte, keramisch wirkende Oberfläche, bei der nach dem Druck die einzelnen Schichten kaum noch zu erkennen sind.
Zusätzlich lässt sich die Oberfläche nach dem Druck durch Besprühen mit 99-prozentigem Isopropanol glätten. Dieser Vorgang kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden, bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Je stärker geglättet wird, desto mehr feine Oberflächendetails können verloren gehen.
Alternativ kann man auch ein sogenanntes „Bad„ verwenden. Dabei wird der Druck auf einem erhöhten Stand in ein verschließbares Gefäß gestellt, in das etwas Isopropanol gegeben wird. Anschließend verschließt man das Gefäß und wartet ab. Nach einiger Zeit glättet sich die Oberfläche fast von selbst. Auch hier sollte jeder durch mehrere Versuche eigene Erfahrungen sammeln. Ich persönlich habe mich für die Methode des Besprühens entschieden.
An dieser Stelle soll noch einmal mein Dankeschön an ANYCUNIC Technology Shenzhen Co. Ldt. ergehen, für den bereitgestellten Kobra 3 max.

Auf diesem Bild sehen wir einen Obersteiger (li), einen Oberberghauptmann (re) mit Hund. Diese Figuren wurden mit Geeetch PLA wood gedruckt. Wenn man genau hinsieht kann man die gedrzckten Schichten erkennen.
Hier sehen wir die gleichen Figuren im Maßstab 1:10 gedruckt mit Sunlu PVB. Die marmorähnlichen Oberfläche ist sichtbar glatter, verlieren aber leicht an Details.
Die Webseite wird, je nach Fortschritt der Arbeiten am Buckelbergwerk oder im Dioramenbau, ständig erweitert und hier veröffentlicht!
Sunlu PVB
Empfohlene Drucktemperatur: 200 - 230°C Heizbetttemperatur: 50 - 60 °C
Glätten: mit 99% Isopropanol
Grundierung: Acryl Sprühprimer
Geplante Größe: 600 x 1000 x 400 mm
Übertage:
Pochwerk mit Bergschmiede Glockenturm und Einfahrtsschacht
Untertage:
Einfahrt- und Pumpenschacht
1. Sohle:
Bergwerkskirche mit Mettenschicht
2. Sohle:
Abbau vor Ort
3. Sohle:
Sprengkammer mit Bergzimmerei
4. Sohle:
Grundwassersee in einer Grotte
daneben:
Mundloch des Rothschönberger Stollns mit zu öffnendem Toren, Stollnnachbildung und Revisionsfahrt (Kahn mit Bergleuten)
bewegte Wasserräder- und Bergbaugeräte; bewegte Bergleute; viele Sound- und Lichteffekte, Rauchgeneratoren für die Bergschmiede

Buckelbergwerk, Dioramen und 3D-Druck
Ein Buckelbergwerk - welch eine Faszination.
Schon als Kind stand ich mit meinem Vater vor den "Funktionierenden Kästen". wo sich Männlein bewegten und Loren hin und her fuhren.
Nach meiner Berentung, als Erwerbsminderungsrentner, entstanden erste Ideen für den Bau eines Buckelbergwerks.
Eigentlich wollte ich das Buckelbergwerk in herkömmlicher, erzgebir-gischer Tradition, also aus Holz, bauen. Diverse Fähigkeiten hatte ich mit schon angeeignet. Auch das Schnitzen ging einigermaßen von der Hand. Ich merkte aber schon bald. dass ich schnell an meine Grenzen gelangte.
Irgendwann sah mir der Sohn meiner Lebensgefährtin, ein bekannter Physiker, über die Schulter und sagte: "Warum machst Du Ganze nicht im 3D-Druck?"
Das war der Punkt. Hier kam Technik ins Spiel - genau mein Ding!!
Ein 3D-Drucker war schnell beschafft. Die ersten Versuche waren grauenvoll. Geduld war gefragt. Lernen, Lernen und nochmal lernen!
Mit 70 Jahren habe ich TinkerCAD und dann noch Fusion 360 gelernt, um eigene Modelle zu kreieren zu können.
Die Webseite wird, je nach Fortschritt der Arbeiten am Buckelbergwerk oder im Dioramenbau, ständig erweitert und hier veröffentlicht!

Bild KI-generiert

Die Skizze zeigt einen meiner ersten Entwürfe für ein Buckelbergwerk.
Ein Buckelbergwerk ist ein lebendiges 3D-Modell, das den Bergbau in einem Schaukasten detailgetreu nachbildet. Bei den alten Berginvaliden kamen dafür oft kleinere, flache Wandschränke zum Einsatz, die auf dem Buckel (Rücken) getragen werden konnten. Daher auch den Name. Durch mechanische Antriebe bewegen sich Figuren und Maschinen. Sie machen die Arbeit unter Tage anschaulich erlebbar.
In diesem Bild sehen Sie ein
Buckelbergwerk
meines, leider viel zu früh, verstorbenen Freundes Jonas Schmidt aus Schönfeld bei Annaberg-Buchholz
Eckdaten für mein geplantes Buckelbergwerk:
Geplante Größe: 600 x 1000 x 400 mm
Übertage:
Pochwerk mit Bergschmiede Glockenturm und Einfahrtsschacht
Untertage:
Einfahrt- und Pumpenschacht
1. Sohle:
Bergwerkskirche mit Mettenschicht
2. Sohle:
Abbau vor Ort
3. Sohle:
Sprengkammer mit Bergzimmerei
4. Sohle:
Grundwassersee in einer Grotte
daneben:
Mundloch des Rothschönberger Stollns mit
zu öffnendem Toren, Stollnnachbildung und Revisionsfahrt (Kahn mit Bergleuten)
bewegte Wasserräder- und Bergbaugeräte; bewegte Bergleute; viele Sound- und Lichteffekte, Rauchgeneratoren für die Bergschmiede
Dioramenbau im Maßstab 1:10

Da ich derzeit nur über zwei Anycubic FDM-3D-Drucker verfüge, (eine Kobra 3 max Combo und einen Kobra S1) habe ich meinen Schwerpunkt zunächst auf größere Figuren im Maßstab 1:10 gelegt.
Die Herstellung kleiner Figuren im Maßstab 1:22,5 (LGB-Gartenbahnmaßstab; das wird auch der Maßstab des Buckelbergwerks) ist bis zum Erwerb eines Harz-3D-Druckers erst einmal verschoben. Im Laufe der Zeit habe ich trotzdem gelernt, wie sich Filamentdrucker beim Druck von Figuren verhalten und habe erst einmal M 1:10 Figuren für Dioramen gebaut.
Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Holzfilament gemacht. Das Geeetech-PLA-Holzfilament lieferte bei halbierter Druckgeschwindigkeit brauchbare Ergebnisse. Später machte mich ein Freund auf Sunlu PVB (Polyvinyl Butyral) aufmerksam. Dieses Filament eignet sich für den Figurendruck hervorragend, denn es erzeugt eine glatte, keramisch wirkende Oberfläche, bei der nach dem Druck die einzelnen Schichten kaum noch zu erkennen sind.
Zusätzlich lässt sich die Oberfläche nach dem Druck durch Besprühen mit 99-prozentigem Isopropanol glätten. Dieser Vorgang kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden, bis die gewünschte Oberflächenqualität erreicht ist. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten: Je stärker geglättet wird, desto mehr feine Oberflächendetails können verloren gehen.
Alternativ kann man auch ein sogenanntes „Bad„ verwenden. Dabei wird der Druck auf einem erhöhten Stand in ein verschließbares Gefäß gestellt, in das etwas Isopropanol gegeben wird. Anschließend verschließt man das Gefäß und wartet ab. Nach einiger Zeit glättet sich die Oberfläche fast von selbst. Auch hier sollte jeder durch mehrere Versuche eigene Erfahrungen sammeln. Ich persönlich habe mich für die Methode des Besprühens entschieden.
An dieser Stelle soll noch einmal mein Dankeschön an ANYCUNIC Technology Shenzhen Co. Ldt. ergehen, für den bereitgestellten Kobra 3 max.

Auf diesem Bild sehen wir einen Obersteiger (li), einen Oberberghauptmann (re) mit Hund. Diese Figuren wurden mit Geeetch PLA wood gedruckt. Wenn man genau hinsieht kann man die gedrzckten Schichten erkennen.
Hier sehen wir die gleichen Figuren im Maßstab 1:10 gedruckt mit Sunlu PVB. Die marmorähnlichen Oberfläche ist sichtbar glatter, verlieren aber leicht an Details.
Sunlu PVB
Empfohlene Drucktemperatur: 200 - 230°C Heizbetttemperatur: 50 - 60 °C
Glätten: mit 99% Isopropanol
Grundierung: Acryl Sprühprimer

