Erz & Licht
Was es über mich zu sagen gibt:
Wie wohl bei vielen Menschen gab es auch in meinem Leben Zeiten, in denen ich meinte, eigene Wege gehen zu müssen. Gott und Jesus Christus waren weit weg von meinen Plänen. Das war nicht immer klug, und manches lief schief, anders, als ich es mir gewünscht hätte. Erst viele Jahre später habe ich erfahren, wie treu Gott ist. Er hat mich nicht losgelassen. Heute weiß ich: Er hat mir manche Freiheit gelassen, mich aber nie aus seiner Hand gegeben.
Mein Taufspruch aus dem Jahr 1974 begleitet mich bis heute:
"Weise mir, HERR, deinen Weg und leite mich in deiner Wahrheit. Einige mein Herz zur Furcht deines Namens." Psalm 86,11
Dieses Wort aus den Psalmen ist für mich nicht nur ein schöner Bibelvers, sondern wieder ein Leitwort für mein Leben. Wer Gott wirklich kennt, vergisst ihn nicht. Und wer seine Güte im eigenen Leben erfahren hat, lernt, ihn zu ehren und mit Dankbarkeit auf alles zu schauen, was er führt und fügt. Fürchten heißt nicht, Angst vor Gott haben, sondern ihn achten und dankbar sein, für alles Gute, was er an uns getan hat.
Heute gehöre ich zu Evangelischen Luther - Kirchgemeinde in Pöhla/Erzgeb. Ein Ort, wo ich mich wohlfühlen darf, wo ich zu Hause bin und wo Christus, der HERR, mit mir redet.
Mein Weg zum Buckelbergwerk:
Zum Buckelbergwerk kam ich nicht von heute auf morgen. Über viele Jahre hinweg habe ich mich gefragt, wie man so ein Modell wohl selbst bauen könnte. Ein fertiges zu kaufen war für mich keine echte Möglichkeit und in DDR-Zeiten war an solche Dinge ohnehin kaum heranzukommen. Volkskunst, erzgebirgische Besonderheiten und liebevoll gemachte Bergbautradition waren damals etwas sehr Kostbares.
Nach der Wende fehlte zunächst die Zeit. Ich war viele Jahre im Außendienst unterwegs und habe Modelleisenbahnen und Zubehör verkauft. Die Freude an bewegten Modellen war also immer da, nur das eigene Bauen musste warten. Mein Arbeitsleben führte mich quer durch Deutschland — von Sachsen und Thüringen über Sachsen-Anhalt und Berlin bis nach Franken, Hessen und schließlich in den Westen nach Rheinland - Pfalz und dem Saarland. Es war gute Arbeit, aber oft auch ein anstrengendes Leben auf Achse.
Dann kam 2011 ein tiefer Einschnitt in mein Leben. Ein Gartenunfall veränderte alles. Lumbale Ischialgie und ein doppelter Bandscheibenvorfall machten meine bisherige Arbeit unmöglich. Krankenhaus, Therapien und die Erkenntnis, dass manches nicht mehr so weitergehen konnte wie bisher, wurden plötzlich Teil meines Alltags. Das war schwer, aber im Rückblick auch ein Wendepunkt.
Aus dem Ende eines alten Abschnitts wurde langsam ein neuer Anfang.
So fand ich die Zeit, die Idee eines Buckelbergwerks endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Heute erfüllt es mich mit großer Dankbarkeit, dass daraus ein Werk geworden ist, das nicht nur mir Freude macht, sondern auch ein Stück Heimat, Bergbautradition und erzgebirgische Verbundenheit weiterträgt.
"Glück Auf!"
grüßt der Bergmann!
Das bin ich, Günter Kühn, geboren am Sonntag, den 10. Januar 1954, im sächsischen Burgstädt. Immer mit dabei, mein ´Kleiner Münsterländer´ "Carlo".
Das bin ich, Günter Kühn, geboren am Sonntag, den 10. Januar 1954, im sächsischen Burgstädt. Immer mit dabei, mein Kleiner Münsterländer "Carlo".
Meine Kindheit fiel in eine Zeit, in der das Leben in der ehemaligen DDR nicht immer leicht war. Vieles war knapp, manches fehlte, und doch erinnere ich mich an eine behütete Zeit in der Familie, an gemeinsame Abende in der Küche und an Stunden im Kerzenschein, wenn der Strom einmal ausfiel, wo wir lange "Mensch ärgere Dich nicht" gespielt haben.
Von meinen Eltern liebevoll begleitet und im Glauben an Jesus Christus erzogen, wuchs ich in einem tiefen christlichen Umfeld auf. Nach meiner Schulzeit erlernte ich den Beruf meines Vaters, wurde Feinmechaniker mit der Spezialisierung auf Industrienähmaschinen, und später führte mich mein Weg an die Bibelschule nach Burgstädt, meiner Heimatstadt. Dort studierte ich Theologie und lernte noch bewusster, wie wichtig Vertrauen, Glaube und innere Führung im Leben sind.